Hafling, Vöran und Meran 2000, Südtirol
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Geschichte der Bergbahnen Meran 2000

Anfang der 50er Jahre wird auf dem Hochplateau über Meran von Pionieren des Skisports das Skigebiet Meran 2000 erschlossen, wenig später wird die erste Skischule gegründet. Doch der Aufstieg zur Skischule war beschwerlich, so wurde das Projekt einer umfassenden Seilbahn, das in den 40er und 50er Jahren zum Erliegen gekommen war, wieder aufgenommen.

Dennoch sollte es noch bis 1964 dauern, bis der erste Sessellift in Falzeben über Hafling in Betrieb genommen werden konnte. 1968 ging die Ifinger Seilbahn, die die Kurstadt Meran mit dem Ski- und Wandergebiet Meran 2000 verbinden sollte, nach dreijähriger Bauzeit an die Seile.

Damit begann eine neue Ära für Einheimische und Touristen. Die Seilbahn, als Verkehrsmittel der Berge wiederentdeckt, war von nun an ständig in Betrieb. Erst 1980, als die erste, acht Jahre zuvor begonnene funktionale Straße nach Hafling eröffnet wurde, kam es zu einer Entlastung der Bahn.

 

Ein schwarzer Tag der Seilbahn Meran 2000 war der 28. Dezember 1979, als inmitten der politischen Wirren um Südtirol ein Sprengstoffanschlag auf die Seilbahn verübt wurde. Die Bahn musste fünf Monate pausieren, Tragseile mussten ausgetauscht werden, die betroffen Kabine wurde ersetzt. Nur die Entschlossenheit der Meraner Bürger, die gemeinsam zu Kleinaktionären wurden, rettete den Fortbestand der Bahn.

Nun wurde auch das Wandergebiet Meran 2000 weiter erschlossen und so konnten im Jahr 1981 die Sessellifte Wallpach und Naifjoch eingeweiht werden. 1988 kam es zum zweiten und letzten Zwischenfall, als aufgrund eines technischen Fehlers eine Kabine mit offenen Türen ausfuhr.

Die neue Generation

In den 1990er Jahren wurden sowohl die Seilbahn als auch die Sessellifte technisch aufwändig erneuert. Die drei Lifte Kuhleiten, Naifjoch und der Gondellift wurden ganz abgerissen und stattdessen zwei neue Dreiersessellifte (Piffing und St. Oswald) errichtet. 1998 wurde für etwa 7 Millionen Euro die neue Kabinenumlaufbahn errichtet.

 

Zur größten Neuerung kam es 2010, als nach 42-jähriger Betriebszeit die große Ifinger Seilbahn nach Meran 2000 für 17 Millionen Euro vollkommen erneuert wurde. Die neue „Bergbahn Meran 2000“ ist in zeitgenössischem Design gehalten und gilt mit einem Fassungsvermögen von bis zu 120 Passagieren sowie einer Zwischenstation als eine der innovativsten Seilbahnanlagen weltweit.

Geschichte im Überblick

Die folgende Chronik der Bergbahnen Meran 2000 übermittelt einen Überblick über die technische und soziale Geschichte des Betriebs, von der Ifinger Seilbahn in den 60er Jahren bis zu den Bergbahnen Meran 2000 heute.

Chronik

  • 1964 - Sessellift Falzeben geht in Betrieb und in den folgenden Jahren werden weitere Ski-, Sessel- und Gondellifte errichtet;
  • 1968 - Seilbahn Meran 2000 wird eröffnet (nach 3jähriger Bauzeit);
  • 1972 - Beginn des Straßenbaus nach Hafling;
  • 1979 - Sprengstoffanschlag auf die Seilbahn Meran 2000, 5 Monate Pause und Austausch des Tragseiles;
  • 1980 - Fertigstellung der Straße nach Hafling;
  • 1981 - Bau der Sessellifte Wallpach und Naifjoch;
  • 1984 - die alte Seilbahn nach Hafling wird aufgelassen;
  • 1984 - Das Berghotel wird durch einen Brand vollkommen zerstört (Abbruch im Jahre 2000);
  • 1988 - Unfall auf der Seilbahn Meran 2000 (1 Toter und drei Schwerverletzte) aufgrund eines technischen Fehlers – Kabine mit offenen Türen ausgefahren;
  • 1990 – Felsabbruch bei Stütze 3 der Seilbahn Meran 2000, 4 monatiger Ausfall der Seilbahn und Felssicherungsarbeiten über Lire 800.000.000-;
  • 1991 - Abbruch von drei Liften (Kuhleiten, Naifjoch und Gondellift) und Errichtung von 2 neuen Dreiersesselliften (Piffing und St. Oswald);
  • 1995 - Schließung des Hotel Gondellift (Abbruch im Jahre 1999);
  • 1998 - Abbruch des 34 Jahre alten Einser-Sesselliftes Falzeben und Errichtung einer neuen 8ter Kabinenumlaufbahn (ca. 7 Mio.);
  • 1998 - Bau einer 3 Km langen Rodelbahn (ca. 250.000);
  • 2000 - Bau eines Wasserspeichers unterhalb des Kesselbergs und Ausbau der Beschneiungsanlage auf sämtliche Pisten (ca. 2 Mio.) durch Fa. Lanabau;
  • 2000 - Abbruch des alten Sesselliftes Mittager und Errichtung eines neuen Sesselliftes mit Verlegung der Tal- und Bergstationen (ca. 1,75 Mio.);
  • 2001 – 2004 - kontinuierlicher Ausbau der Beschneiungsanlagen und Pistenverbesserungsarbeiten (pro Jahr ca. Euro 300.000);
  • 2004 - Austausch aller Kassen und Zutrittskontrollsysteme nach den neuesten Normen ( Euro 210.000);
  • 2005 - Eröffnung des neuen Hotelkomplexes in Falzeben (Residence Meran 2000). Die Kubatur, hierfür Ex- Hotel Gondelift und Berghotel, und das Grundstück wurde im Jahre 2000 von der Ifinger AG an eine Baufirma verkauft;
  • 2005 - Verbesserung der Beschneiungsanlagen und Pistenarbeiten (Euro 350.000);
  • 2006 - Neubau des Alpin Bob Meran 2000 (ca. 1.000.000,00), Neubau der Pumpenstation für die Beschneiungsanlage (ca. 100.000,00), Ankauf von 12 Beschneiungslanzen (93.700,00) sowie Planierung der Mittagerpiste (ca. 110.000,00);
  • 2007 - Neubau eines kuppelbaren Vierersesselliftes mit Hauben anstelle des heutigen Sesselliftes St. Oswald und Verlegung des fixen Dreiersesselliftes St. Oswaldliftes anstelle des Skiliftes Kesselberg (Gesamtinvestition ca. 6.000.000,00);
  • 2010 - Neubau der Seilbahn Meran 2000 nach 42jähriger Betriebszeit (ca. 17 Mio. Euro);
  • 2011 - Eröffnung der "Mittelstation Gsteier" auf 1.300m ;
  • 2011 - Eröffnung des Panorama Bistros in der Bergstation der Seilbahn sowie des Spielareals Luckis Kinderland